KING ZEPHA – The Return of King Zepha
Mit „The Return of King Zepha“ (veröffentlicht am 10. Juni 2026 via Property Of The Lost) meldet sich das britische Multi-Talent Sam Thornton – besser bekannt als King Zepha – eindrucksvoll zurück.
Begleitet von einer exzellenten Live-Band liefert der Sänger, Multiinstrumentalist und Produzent aus Leeds ein 12 Tracks starkes Werk ab, das die reiche Tradition von jamaikanischem Ska, Rocksteady und Dub organisch mit staubigem Jazz, Soul und globalen Rhythmen fusioniert.
Wer King Zepha kennt, weiß um seine Liebe zu analoger Wärme und handgemachter Musik. „The Return of King Zepha“ klingt nicht nach steriler Studio-Perfektion, sondern nach schwitzigen, verrauchten Live-Clubs (wie der Leeds Sela Bar, in der auch das Video zur Single „I Can’t Take It!“ gedreht wurde).
Thornton zieht hier alle Register: Er singt nicht nur, sondern steuert Tenorsaxophon, Orgel, Gitarre, Bass und die charakteristische Dub-Siren bei.
Unterstützt von fetten Bläsersätzen (Will Osborne an der Posaune) und einer tight spielenden Rhythmusgruppe (Will Blankley an den Drums) entsteht ein druckvoller Sound, der sofort in die Beine geht. Besonders stark: Die grandiosen dreistimmigen Vocal-Harmonies, die den Tracks eine tiefgehende Soul-Note verleihen.
Die Highlights
Das Album führt uns durch ein Wechselbad aus tanzbaren Grooves und melancholischen Zwischentönen:
Humility & Let’s Get This One Thing Right: Die Eröffnungstracks setzen direkt das Fundament. Sie verbinden klassischen Bluebeat- und Ska-Schnitt mit jazzigen Bläser-Improvisationen.
Lament: Eine der stärksten Nummern der Platte. Eine melancholische, fast hypnotische Rocksteady-Nummer, die durch tiefe Dub-Effekte und Thorntons klagendes Saxophon getragen wird. Ein Track, der perfekt zeigt, wie gut das Zusammenspiel aus jamaikanischen Roots und Jazz-Attitüde funktioniert.
I Can’t Take It!: Der wohl amüsanteste Track des Albums. Der Song verarbeitet Thorntons reale Krankenhaus-Erfahrung nach einem folgenschweren Tanzunfall (Stichwort: „Skanker’s Knee“). Trotz – oder gerade wegen – der im Krankenbett unter Schmerzmitteln geschriebenen Zeilen ist das Stück ein absolut infektiöser Ohrwurm und eine lupenreine Ska-Hymne.
„Outstanding“ urteilte schon BBC-Ikone Craig Charles über King Zepha – und dieses Album untermauert das eindrucksvoll.
„The Return of King Zepha“ ist ein hochprozentiges Elixier aus Vintage-Ska, coolem Jazz und deepen Dub-Elementen. Thornton beweist, dass man traditionelle Stile ehren kann, ohne altbacken zu klingen.
Die Songs haben Schmutz, Herz, Humor und jede Menge Groove. Wer Bands wie die Slackers, Hepcat oder die klassischen Studio-One-Aufnahmen liebt, kommt an dieser Platte (die im Sommer 2026 auch auf schwerem schwarzen Vinyl erscheint) nicht vorbei.
Songs
- Humility
- Let’s Get This One Thing Right
- Life of Luxury
- I Can’t Take It!
- Lament
- Bluebird
- Hand Over the Reins
- The Only Place to Be
- High & Mighty
- Turn Back the Clock
- To the Wire
- All Over
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