Road Duck – Conflict of Interest
Road Duck haben mit “Conflict of Interest” Anfang 2026 ein Album vorgelegt, das beweist, dass moderner Dub weit mehr sein kann als nur Hall-Effekte und tiefe Bässe.
Das neue Album des griechischen Kollektivs um Nikolas Yiakoumis ist ein zutiefst persönliches Werk. Es ist nicht nur eine Fortführung ihres Sounds, sondern auch ein Tribut an ihr verstorbenes Bandmitglied Adam.
Diese emotionale Schwere zieht sich durch die acht Tracks, wird aber durch eine brillante, fast schon schwebende Produktion aufgefangen.
Aufgenommen im Tube Sound Studio, atmet die Platte eine organische Wärme. Man hört förmlich das Röhrenequipment und die Bandmaschine, was im digitalen Zeitalter eine Wohltat ist.
Während das Fundament klassischer Dub/Reggae ist, schleichen sich Elemente von Jazz und Ambient ein. Das Cello von Weronika Kijewska verleiht den Stücken eine klassische Eleganz, die im Dub selten zu finden ist.
Die Effekte (Delays, Reverbs) sind hier kein Selbstzweck, sondern werden wie ein eigenständiges Instrument eingesetzt. Nikolas Stavrianoudakis an den Reglern versteht es, Räume zu schaffen, in denen sich die Instrumente entfalten können.
“Conflict of Interest” ist kein Album für den schnellen Konsum. Es ist ein “Heads-Album”, das am besten über gute Kopfhörer oder eine massive Anlage funktioniert, um die feinen Details im Mix zu greifen.
Road Duck haben es geschafft, Schmerz in erstklassige Dub-Musik zu verwandeln.
Songs
- In Between 05:24
- Better Dub it 04:22
- Revolution 05:34
- Lovely Child/Lovely Dub 05:46
- Center of your thoughts 07:15
- Conflict of interest 08:07
- Enter the void 03:55
- Mountain 04:20
- Afar 05:36
©2026 Road Duck / Innersense Productions

