Rootz Underground – From A Rock
Das Album „From A Rock“ von Rootz Underground ist das neueste Werk der jamaikanischen Formation, das im April 2026 (offizielles Release-Datum 20. April 2026) erschienen ist. Nachdem die Band 2024 mit „A Dread Fire Tower“ bereits ihre Rückkehr in die erste Liga des Roots-Reggae untermauert hat, zeigt „From A Rock“, dass sie ihren Sound weiter in Richtung einer globalen Fusion ausdehnen.
Der Titel „From A Rock“ ist eine doppelte Referenz: Zum einen auf Jamaika (in der Diaspora oft liebevoll „The Rock“ genannt), zum anderen auf den verstärkten Einsatz von Rock-Elementen in ihrem typischen Reggae-Gefüge.
Rootz Underground bleibt ihrem Ruf als eine der dynamischsten Live-Bands Jamaikas treu. Die Produktion ist warm und organisch, klingt aber deutlich „kantiger“ als der Vorgänger. Man spürt den Einfluss von psychedelischem Rock und Dub-Experimenten, die den klassischen Roots-Rhythmus ergänzen.
Das Album ist dramaturgisch klug in zwei Teile gegliedert, eingeleitet durch den Titelsong:
From A Rock (Part 1 & 2): Der rote Faden des Albums. Part 1 eröffnet mit einer kraftvollen Bassline, während Part 2 das Album mit einer spacigen Dub-Atmosphäre abschließt.
Mars Transmission: Einer der experimentellsten Tracks. Hier verschmelzen Reggae-Offbeats mit Synthesizern und progressiven Gitarrensoli – ein echter Vorstoß in das Genre des „Future Roots“.
Vectors: Die bereits vorab veröffentlichte Single besticht durch ein hohes Tempo (124 BPM) und erinnert an den energetischen Vibe ihrer frühen Hits wie „Farming“.
Nature Said: Ein erdiger, langsamerer Song, der die spirituelle und ökologische Botschaft der Band (Environmental Awareness) in den Fokus rückt.
Rootz Underground liefert mit „From A Rock“ kein reines Wohlfühl-Reggae-Album ab, sondern ein Werk, das Reibung erzeugt. Die Band weigert sich, in der „Tourist-Reggae“-Nische zu bleiben.
Ein mutiges Album, das zeigt, dass Roots-Reggae im Jahr 2026 modern, laut und intellektuell fordernd sein kann. Besonders für Fans von Live-Instrumentierung und komplexeren Arrangements ist dieses Album ein Muss.Das Album beweist, dass die „Underground“-Wurzeln der Band tiefer denn je in den felsigen Boden ihrer Heimat ragen, während ihre musikalischen Äste nach neuen, galaktischen Einflüssen greifen.
Songs
1. From A Rock (Part 1)
2. Home Sweet Home
3. Mars Transmission
4. Nature Said
5. Pot Of Gold
6. Vectors
7. Highway Riding (Town To Town)
8. Jackmandora
9. From A Rock (Part 2)
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