The Admirals – When the Rain Falls
Mit ihrem dritten Studioalbum „When the Rain Falls“ (veröffentlicht am 30. April 2026) melden sich die Reggae-Rebellen The Admirals eindrucksvoll zurück.
Drei Jahre nach Haphazard und sieben Jahre nach ihrem gefeierten Konzeptalbum Sail for Tomorrow liefert die Band ein ambitioniertes, 19 Tracks starkes Werk ab, das weit über klassischen Feel-Good-Reggae hinausgeht.
Der Titel des Albums ist Programm: Die Band nutzt den Regen als Metapher für die unvorhersehbaren Krisen unserer Zeit – seien sie gesellschaftlicher, politischer oder rein persönlicher Natur.
Sänger Mattia Sandron führt den Hörer durch ein Wechselspiel aus kollektiver Verantwortung und individuellem Freigeist. Anstatt jedoch in Endzeitstimmung zu verfallen, positioniert sich das Album als humanistisches Manifest.
The Admirals rufen dazu auf, inmitten des digitalen und gesellschaftlichen Isolations-Trends den Verstand einzuschalten, kritisch zu bleiben und die Hand zur Gemeinschaft auszustrecken.
Musikalisch ist „When the Rain Falls“ ein extrem dichtes und abwechslungsreiches Album. Die Band bleibt ihren Roots-Reggae-Wurzeln treu, zeigt sich aber experimentierfreudiger denn je:
Das Album wechselt geschickt zwischen voll ausproduzierten Hymnen, kurzen instrumentalen Zwischenspielen (wie Take a Breath oder Sheer Drop) und atmosphärischen Sound-Experimenten.
Tracks wie Stand Firm und das gesellschaftskritische Peer Pressure bringen kraftvolle, treibende Rhythmen mit, während Nummern wie Hope Is a Rebel eine fast schon melancholische, aber kämpferische Note tragen.
Die „Alternate Versions“: Ein echtes Highlight für Sound-Liebhaber sind die drei finalen Tracks (When the Rain Falls, Into Wilderness, Deep Dive). Hier präsentieren sich The Admirals von ihrer experimentellen Seite. Wer ihre früheren Dub-Projekte mochte, wird diese tiefen, melancholischen und atmosphärischen Versionen lieben.
Besonders hervorzuheben ist auch die Liebe zum Detail in den Arrangements: Die stimmlichen Harmonien von Gastmusikerin Alice Modolo und die prägnanten Posaunen-Einlagen von Matteo Zambonin verleihen dem organischen Mix (für den die Band selbst verantwortlich zeichnet) eine wunderbare Wärme.
Highlights
„Stand Firm“: Der energetische Kern des Albums. Ein Song, der sofort ins Ohr geht und das textliche Credo („Halt dich fest, lass dich nicht verunsichern“) perfekt transportiert.
„Nasty Times“ & „Fall Apart“: Hier zeigt die Band ihre Zähne. Düsterere Rhythmen, die die „stürmischen Zeiten“ spürbar machen.
„When the Rain Falls (Alternate Version)“: Das atmosphärische Herzstück. Ein über viereinhalb Minuten langes, hypnotisches Klanggewebe, das den Hörer sprichwörtlich im Regen stehen – aber nicht frieren – lässt.
„When the Rain Falls“ ist kein Album, das man mal eben im Hintergrund wegplätschern lässt.
Mit 20 Tracks ist es ein massives Stück Arbeit, das Aufmerksamkeit verlangt. Doch wer sich auf die Reise einlässt, wird mit einem der intelligentesten und musikalisch ausgereiftesten Reggae-Alben der letzten Jahre belohnt.
The Admirals beweisen, dass Reggae im Jahr 2026 weder altbacken noch eindimensional sein muss, sondern ein perfektes Sprachrohr für den modernen Zeitgeist ist.
Ein absolutes Must-Listen für Fans von anspruchsvollem, modernem Roots-Reggae.
Songs
- Open the Window 01:23
- Stand Firm 02:40
- All of Us 03:00
- Nasty Times 03:08
- Peer Pressure 02:50
- Take a Breath 00:25
- Don’t You Go 02:57
- Tightropes 02:54
- Heavy Thoughts 03:27
- Sheer Drop 01:07
- Astray 02:58
- Till I Fit In 03:13
- Fall Apart 03:28
- Hope is a Rebel 03:18
- Somewhere You’ll Find 01:12
- Let the Rhythm Guide You 03:14
- When the Rain Falls (Alternate Version) 04:26
- Into Wilderness (Alternate Version) 04:32
- Deep Dive (Alternate Version) 04:27
- Feel the Breeze 01:28
©2026 The Admirals

