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Dubvisionist • Ras Savage • Hene Marheineke – Don’t Get Confused (Inna Radication Squad Dubsession)

Dubvisionist • Ras Savage • Hene Marheineke - Don’t Get Confused (Inna Radication Squad Dubsession)
Dubvisionist • Ras Savage • Hene Marheineke – Don’t Get Confused (Inna Radication Squad Dubsession)

Dubvisionist • Ras Savage • Hene Marheineke – Don’t Get Confused (Inna Radication Squad Dubsession)

Um die Magie dieses Albums zu verstehen, muss man ins Jahr 1985 zurückblicken. Damals trafen Felix Wolter (heute bekannt als Dubvisionist) und eine Gruppe reggaebegeisterter deutscher Musiker auf den aus Dominica stammenden Sänger Ras Savage.

Unter dem Namen Radication Squad International half Savage der Truppe, einen wirklich authentischen jamaikanischen Roots-Sound zu entwickeln. Daraus entstand 1987 The Vision, eine der wichtigsten und besten deutschen Reggae-Bands überhaupt.

​Gut vier Jahrzehnte später schließt sich mit Don’t Get Confused der Kreis. Zusammen mit Multiinstrumentalist Hene Marheineke, der sämtliche Instrumente für dieses Projekt im Alleingang eingespielt hat, und Dubvisionist an den Reglern des Mischpults liefert das Trio ein echtes Roots-Highlight ab. Den finalen, glasklaren und druckvollen Schliff verpasste der Veröffentlichung Mastering-Engineer Enrico Mercaldi.

​Die Tracks

​Das Album ist als klassisches Showcase-Konzept aufgebaut: Auf die Gesangsversionen folgen direkt die instrumentalen bzw. dubbigen Dekonstruktionen, was vor allem Soundsystem-Enthusiasten begeistern dürfte.

​Sanctuary, Pt. 1 & Pt. 2

​Die musikalische Reise beginnt spirituell. Sanctuary ist ein tiefer Nyabinghi-Chant, der in zwei Teile gesplittet wurde. Er erinnert atmosphärisch stark an den legendären Rastaman Chant von Bob Marley & The Wailers. Besonders im ausladenden zweiten Teil wird die hypnotische Perkussion durch wunderschöne, warme Steeldrum-Klänge bereichert, die sofort Karibik-Feeling versprühen.

​Don’t Get Confused (& Dub)

​Der Titeltrack besticht durch ein ungewöhnliches, aber extrem stimmiges Element: Akustische Westerngitarren-Riffs paaren sich mit einem unaufhaltsamen, klassischen Roots-Reggae-Groove. Ras Savages markante Stimme liefert hier eine messerscharfe Botschaft ab, die wie die Faust aufs Auge in unsere heutige, oft chaotische und verwirrende Gegenwart passt.

Der dazugehörige Don’t Get Confused Dub nimmt das Tempo scheinbar heraus, spielt großzügig mit Echos und Delays und gibt der Rhythmusgitarre sowie einer schmatzenden Hammondorgel gigantischen Raum zum Atmen.

​Pitty (& Dub)

Pitty startet mit klassischen, majestätischen Bläserfanfaren. Der Song ist zeitloser, schwerer Roots-Reggae mit Tiefgang und lyrischer Relevanz. Im Pitty Dub beweist Felix Wolter (Dubvisionist) einmal mehr, warum er zu den gefragtesten Dub-Mixern des Landes gehört: Das Stück lebt von einem perfekt austarierten, fast schon meditativen Spannungsaufbau, bei dem Fragmente des Rhythmus im Raum stehen gelassen werden.

​Rock With Me (& Dubstrumental)

​Wer es etwas optimistischer mag, wird hier fündig. Rock With Me schlägt fröhlichere Töne an und fungiert als eine mitreißende Hymne auf das Leben, die Community und die Liebe. Die dazugehörige Version ist als knackiges Dubstrumental angelegt – schnörkellos, tight und voll fokussiert auf Henes exzellente Instrumentalarbeit.

Ein absoluter Pflichtkauf für Roots- und Dub-Liebhaber.

Don’t Get Confused lebt von der perfekten Symbiose dreier Ausnahmekünstler: Ras Savages unfehlbares Gespür für packende, tiefgründige Melodien trifft auf das handwerkliche Fundament von Hene Marheineke und wird durch das visionäre, detailverliebte Mixing von Dubvisionist veredelt.

Das Album klingt modern produziert, atmet aber in jeder Sekunde den rauen, ehrlichen Vibe der goldenen 70er und 80er Jahre.

Songs

  1. Sanctuary, Pt. 1 (01:55)
  2. Dont Get Confused (05:49)
  3. Pitty (05:19)
  4. Rock With Me (05:13)
  5. Sanctuary, Pt. 2 (06:21)
  6. Rock With Me Dubstrumental (05:13)
  7. Dont Get Confused Dub (05:49)
  8. Pitty Dub (05:22)

©2026 Perkussion & Elektronik



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